Flöte und Shakuhachi (Japanische Bambusflöte)
Flöte und Shakuhachi (Japanische Bambusflöte)

 

 

     UNTERRICHT FÜR SHAKUHACHI

Das Unterrichten und Erlernen der japanischen Bambusflöte Shakuhachi unterscheidet sich komplett von der Methode des Querflötenunterrichts.

Das Lernen geschieht ausschließlich imitativ, d.h. alles was vom Lehrer vorgezeigt und vorgespielt wird, versucht der Schüler genau nachzumachen und nachzuspielen.

Improvisation oder musikalische Interpretation haben beim Unterrichten und Lernen keinerlei Bedeutung. Es gibt bei der Shakuhachi verschiedene Stile und Schulrichtungen. Jede hat ihre eigene Stückesammlung, die vom Schüler vom ersten bis zum letzten Stück gelernt werden.

Die Stücke sind in einer speziellen Notation aufgeschrieben, wobei diese Noten nur andeutungsweise das zu spielende Stück wiedergeben können und die Funktion einer Erinnerungshilfe haben. Das Erlernen der Stücke geschieht in einer direkten Weitergabe aller nicht notierbaren Besonderheiten eines Stückes, die im Unterricht vom Lehrer an den Schüler weitergegeben werden. Die traditionelle Musik, die auf der Shakuhachi gespielt wird, ist solistisch und hat geschichtlich einen spirituellen Hintergrund.

 

Ausschnitt aus 'Honte Choshi'

       Zur Geschichte der Shakuhachi

Zur Geschichte der Shakuhachi gibt es viele Legenden. Vermutlich kam die Shakuhachi im 7. Jh. von China nach Japan, wo sie im Gagaku Hoforchester des Kaisers gespielt wurde.

Im 14. Jh. verstärkte sich die Verbindung des Shakuhachi-Spiels mit einer buddhistischen Praxis. In Zen-Klöstern wurde die Shakuhachi zur Atemübung genutzt. Mit der Zeit entstanden Stücke, die auch notiert und bis heute überliefert worden sind.

Seit der Meiji Restauration (1868) war das Spielen der Shakuhachi nicht mehr allein das Privileg von Mönchen oder Mitgliedern der Samurai-Kaste. Statt der religiösen und spirituellen Bedeutung traten jetzt vermehrt rein musikalische Aspekte in den Vordergrund. Die Shakuhachi blieb nicht mehr allein ein „Werkzeug des Zen" und wurde auch als Musikinstrument angesehen, das einer breiten Öffentlichkeit zugänglich gemacht wurde.

Einfachheit, Klarheit und Ruhe lassen sich auch heute noch mit dem Shakuhachi-Spiel verbinden. Für den Spieler, wie auch für den Zuhörer kann der Klang der Shakuhachi zu einer Herausforderung werden, sich auf neue Hörerlebnisse einzulassen, die wegen des klangfarblichen Reichtums dieser Flöte voller Überraschungen sind.



 

         Über die Shakuhachi

Die Shakuhachi ist eine Bambusflöte, die aus dem Wurzelende des Madake- Bambus hergestellt wird. Am oberen Ende hat sie eine Kerbe zum Anblasen, 4 Tonlöcher auf der vorderen und 1 Tonloch auf der Rückseite. Die Kinko-Shakuhachi besteht aus zwei Teilen. Der Bambus wird bei der Herstellung der Flöte durch eine Innenlackierung aufwendig und sorgfältig bearbeitet, da der Klang und die Stimmung der Shakuhachi stark hiervon abhängen. Die Myôan-Shakuhachi wird in einem Stück angefertigt und der Bambus bleibt nahezu unbehandelt. Trotzdem erfordert die Herstellung solch einer Flöte meist die jahrzehntelange Erfahrung und Praxis eines Shakuhachi-Bauers, damit die Flöte ausgewogen klingen kann. Der Name „Shakuhachi", zusammengesetzt aus "shaku" und "hachi" ist übersetzt nur die Angabe über das Längenmaß, nämlich 1 Fuß und 8 Zoll, was eine Länge von 54,5 cm und den Grundton D auf der Shakuhachi ergibt. Der Name „Shakuhachi" wird für alle Shakuhachi, unabhängig von ihrer Größe und Länge verwendet.



 

 

Kosten:

Eine einfache schon gut spielbare Shakuhachi kostet ca. 250,- €. Die nächste Qualitäts- und Preisstufe schwankt zwischen 500,- € bis 850,- € und kann dann bis weit über 2000,- € gehen.

Doch Vorsicht!! Jedes Instrument ist verschieden. Daher empfehle ich vor einem geplanten Kauf die Shakuhachi zu testen oder ausprobieren zu lassen.

 

Meine Unterrichtskosten betragen  40,- Euro für eine Einzelstunde (60 Minuten).

Bei der Anschaffung einer Shakuhachi berate ich gerne.

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© Flöte / Shakuhachi (Japanische Bambusflöte)